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Emirates Skywards: Wer richtig bucht, spart weiter Meilen

  • Chris von TravelSingFly
  • vor 8 Minuten
  • 5 Min. Lesezeit

Emirates Skywards ist schon seit geraumer Zeit ein Programm, dass sich nicht sehr lohnt, wenn man einfach direkt günstig Business oder First mit Meilen buchen will. Man braucht etwas Einblick - und dann kann es selbst nach der gerade erfolgten Entwertung gute Einlösungen von Meilen geben - und teilweise gibt es nun bessere Möglichkeiten mit Meilen zu fliegen als zuvor.


Emirates Skywards hat die Meilenwerte für Classic Rewards und Upgrades am 20. Mai angepasst (und damit 1 Tag vor dem eigentlich in Deutschland angekündigten Datum - RÄUSPER!). Viele Prämienflüge kosten nun mehr Meilen, die First und Business Flexplus Awards rund 15 Prozent mehr als zuvor. Auf den ersten Blick klingt das nach einer klassischen Entwertung: mehr Meilen für denselben Flug, höhere Upgrade-Werte und weiterhin hohe bis extrem hohe Zuschläge.

Hier die Analyse zu beenden, wäre aber grob falsch.

Denn die neue Skywards-Struktur zeigt auch: Emirates Skywards ist nicht plötzlich endgültig unbrauchbar geworden. Wer nur auf den direkten Business-Class-Award schaut, sieht nur den teuersten Weg. Wer dagegen gezielt Saver Awards, bezahlte Flex-Tickets und Upgrades kombiniert, kann weiterhin interessante Werte finden.

Die neue Regel lautet also nicht: Emirates Skywards ist günstig.Die neue Regel lautet: Man muss genauer wissen, wie man bucht.


Der direkte Business Award ist nicht immer die beste Lösung


Nehmen wie einen Flug zwischen Europa und Dubai oder die Emirates-5th-Freedom-Strecke Mailand–New York JFK. - Die Meilenwerte sind hier identisch!

Diese Strecke Mailand - New York ist für Meilensammler besonders interessant, weil man Emirates Business Class zwischen Europa und den USA fliegen kann, ohne über Dubai reisen zu müssen, und es gibt regelmäßig gute Verfügbarkeiten. Früher lag der Business-Class-Award hier bei 87.000 Skywards-Meilen, ist er bei viel zu hohen 100.000 Meilen angelangt. Eine klare Verschlechterung.

Nun beginnt die eigentliche Skywards-Strategie: Der direkte Business Flexplus Award ist schon lange nicht mehr der richtige Weg.


Beispiel 1: Economy Flex kaufen und mit Meilen upgraden

Statt direkt einen Business Award für 100.000 Meilen zu buchen, kann man prüfen, ob ein bezahltes Economy-Flex-Ticket verfügbar ist und anschließend ein Upgrade mit Meilen möglich ist.

Beim Roundtrip Mailand–New York - Mailand liegt ein Economy-Flex-Ticket momentan beispielsweise bei rund 860 Euro, also 430 Euro pro Strecke. Das Upgrade in die Business Class kostet dann pro Richtung 58.000 Skywards-Meilen.


Die Rechnung sieht dann so aus:

Direkter Business Award: 100.000 Meilen + 410€ Zuschläge

Bezahltes Economy-Flex-Ticket + Upgrade: ca. 430 Euro + 58.000 Meilen

Das ist keine kostenlose Business Class. Aber es spart gegenüber dem direkten Business Award rund 42.000 Meilen, bei fast gleichem Einsatz von Euros.

Gerade bei Emirates ist dieser Vergleich wichtig, weil Classic Awards ohnehin häufig mit erheblichen Zuzahlungen verbunden sind. Wenn ein bezahltes Economy-Ticket nicht viel teurer ist als die Gebühren eines Awards, kann das Upgrade plötzlich die bessere Einlösung sein.


Beispiel 2: Economy Flex Award plus Upgrade

Genauso interessant ist die Kombination aus Economy Award und Upgrade:

Der Weg: zunächst einen Economy Flexplus Classic Award buchen (dieser bleibt weiterhin jederzeit gratis stornierbar) und diesen anschließend mit Meilen in die Business Class upgraden.

Ein Beispiel:

Economy Flex Award: 30.000 Meilen

Upgrade in Business: 45.000 Meilen

Gesamt: 75.000 Meilen

Zuzahlung: etwa 140 Euro


Ersparnis gegenüber Business Flexplus Award (100000 Meilen + 410€):

25.000 Skywards-Meilen weniger

270 Euro weniger

Genau das ist der Punkt: Emirates Skywards wird nicht automatisch schlechter, nur weil ein direkter Award teurer wird. Entscheidend ist, ob es alternative Wege in dieselbe Kabine gibt.



Seit Jahren: bei Emirates Skywards zählen Upgrades

Schon vor vielen Jahren schrieb ich einen Gast-Artikel für das damals in den Anfängen stehende Reisetopia, in dem ich darauf hinwies, dass Upgrades der interessanteste Weg in die Emirates Business Class sind. - Heute gilt das noch viel mehr, nachdem die Zuschläge für Business und First Award explodiert sind.

Die benötigten Meilen unterscheiden sich je nach Strecke, Tarif und Kabinenklasse. Das macht das System komplizierter – aber auch strategisch interessanter. Das ist auf Grund von Verfügbarkeiten nicht immer möglich. Aber wenn es funktioniert, kann es deutlich bessere Werte liefern.


Saver Awards bleiben wichtig – aber nicht allein

Die neuen Business Saver Awards sind der andere sehr positive Teil der Skywards-Anpassung.

Die Einführung des Business Saver Award für Oneway-Buchungen war eine große Überraschung. Diesen Award gab es früher einmal, aber nur bei Hin- und-zurück-Flügen.

Leider sind hier die Zuzahlungen genauso hoch wie beim Business Flexplus-Award, aber man spart eine Menge Meilen!

Deshalb sollte man Emirates Skywards künftig nicht nur über eine einzige Buchungsart bewerten. Die bessere Strategie ist ein Vergleich mehrerer Optionen:

Direkter Business Saver Award

Direkter Business Flex Plus Award (im Grunde nie lohnend)

Economy Flex Award plus Upgrade

Bezahltes Economy-Flex-Ticket plus Upgrade

Business Saver Award plus First-Class-Upgrade.

Das sind die "Guten Arten", Meilen bei Emirates einzulösen - und genau diese Flexibilität entscheidet darüber, ob Skywards weiterhin interessant ist.



Die Verfügbarkeit entscheidet alles

Natürlich hat diese Strategie einen entscheidenden Haken: Upgrades sind nicht garantiert.

Ein Upgrade mit Skywards-Meilen ist nur dann möglich, wenn Emirates entsprechende Verfügbarkeit freigibt. Aktuell ist das auf sehr vielen Flügen der Fall, was auch mit der Iran-Krise zu tun hat.

Das bedeutet: Diese Strategie ist kein Automatismus. Man kann nicht pauschal sagen, dass jeder mit 58.000 Meilen von Economy in Business kommt. Aber man kann sagen: Wer Emirates Skywards nur über direkte Business Awards betrachtet, übersieht möglicherweise die besseren Optionen.


Strategie 1: Upgrade mit Economy Flexplus Award auf Business:

Ohne Risiko, da sich das Ticket jederzeit gratis stornieren lässt.


Strategie 2: Upgrade von bezahltem Economy Flex auf Business:

Am besten nur, wenn bei Buchung die Verfügbarkeit angezeigt wird (farblich beim Tarif dargestellt)


Strategie 3: Upgrade vom Business Saver Award auf First

(dieselbe Strategie wie Strategie 2 - ansonsten über den günstigen Business-Meilenflug freuen)


Ein Blick auf die Verfügbarkeiten oder auch auf den Sitzplan der höheren Kabine kann sich hier lohnen. Emirates erlaubt den Blick auf den Sitzplan vor Buchung - das heißt: man kann sich anschauen, wie gut eine Business Class oder First Class gebucht ist, denn in der Regel sieht man alle Buchungen, da Emirates in Business und First keine Gebühr für die Sitzplatz-Reservierung verlangt. Es gibt also keine großen Überraschungen, wie etwa bei Lufthansa, BA, Air France etc etc, wo sich der Flieger plötzlich füllt, sobald beim Checkin die Sitzplätze gratis werden... Ein kurz vor Abflug leere Business Class bringt hohe Chancen auf ein Upgrade.


Man muss also terminlich flexibel sein, wenn man Emirates Skywards wirklich gut nutzen will


Mein Fazit


Skywards lohnt sich trotz der Entwertung bei den Business-flexplus-Tarifen weiterhin, aber nur für Reisende, die flexibel suchen können.

Wer auf einen bestimmten Tag, eine bestimmte Verbindung und eine bestimmte Kabine festgelegt ist, wird oft den Preis nehmen müssen, den Emirates anzeigt - und der kann sehr hoch sein.

Wer aber mehrere Daten, Abflughäfen und Buchungswege vergleichen kann, hat bessere Chancen.


Aber die richtige Schlussfolgerung ist also nicht, Emirates Skywards abzuschreiben.

Sicher ist: Der direkte Business flexplus Award ist nie die beste Lösung. Gerade auf Strecken wie Mailand–New York JFK  oder Europa-Dubai ist ein Upgrade deutlich sinnvoller.

Statt 100.000 Meilen plus 410€ Zuschlägen für einen Business Award einzusetzen, ergibt ein regulär bezahltes Economy-Flex-Ticket für etwa 430 Euro plus 58.000 Meilen für das Upgrade die bessere Rechnung.

Genauso interessant ist ein Economy Flex Award plus Upgrade:

30.000 Meilen für Economy Flex plus 45.000 Meilen für das Upgrade ergibt 75.000 Meilen in Business Class – bei etwa 140 Euro Zuzahlung und gleichzeitiger gratis Stornierbarkeit!


Das ist genau der Punkt: Emirates Skywards wird nicht einfacher. Aber es bleibt interessant für alle, die nicht nur buchen, sondern rechnen.

Wer sich wenig auskennt und nur auf die höheren Award-Werte schaut, sieht 15% Entwertung von Emirates Skywards. Wer genau hinschaut, findet weiterhin gute Deals.

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