Miles & More: Welche Prämientickets haben keine oder geringe Zuschläge?
- Chris von TravelSingFly
- 31. Aug. 2023
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Sept. 2023
Freut man sich über die erreichten, mehr oder weniger mühsam ersparte Summe von Meilen und plant man endlich die Einlösung in einen tollen Flug in der Business Class oder First Class, kommt oft das große Erstaunen: Die Zuschläge, Steuern und Gebühren, bei Prämientickets bei Miles and More und auch fast allen anderen Meilen-Programmen können unglaublich hoch ausfallen.
Es gibt aber eine ganze Reihe von Möglichkeiten, in denen man richtig viel Geld sparen kann oder sogar gar keine extra Zuschläge auf das Prämienticket zahlt.
1. Länder, die die Erhebung von Zuschlägen auf Prämientickets erheben
Dieser Punkt ist aktuell leider kurz abgearbeitet. Während früher Japan, Südkorea und Hongkong dazu zählten, ist es aktuell tatsächlich nur Brasilien, das Zuschläge auf Prämientickets verbietet - allerdings WICHTIG: nur bei Abflügen ab Brasilien!
Beispiel:
Ein Flug in Lufthansa Business Class oder First Class von Sao Paolo nach Frankfurt erfordert unter 10€ an Zuschlägen.
Fliegt man allerdings von Frankfurt nach Sao Paolo, werden aktuell 355,55€ fällig.
Und jetzt kommt's: Bucht man einen Hin- und Rückflug, werden 615,33€ fällig - bucht man es als 2 Einzelflüge, sind es nur 355,55€ für den Hin- und 10€ für den Rückflug!
2. Airlines die wenige oder gar keine Zuschläge auf Prämientickets erheben
Es gibt unter den Airlines der Star Aliance noch ein paar Helden am Himmel, die gar keine oder geringe Zuschläge auf Prämientickets erheben.
Dazu gehören:
Singapore Airlines: keine extra Gebühren
Avianca: keine extra Gebühren
Singapore Airlines zu buchen ist wieder schwieriger geworden. Ein Prämienflug Istanbul - Singapore hatte 2022 nur Zuschläge von etwa 30€. Ein Flug von New York nach Frankfurt schlug zuletzt mit unter 10€ zu Buche - im Gegensatz zu knapp 800 bei Lufthansa oder Swiss (wenn man nicht den Meilen-Zuschlag von 56000 auf 78000 Meilen in Kauf nimmt, was dann wiedrum die Zuschläge auf ein Minimum fahren lässt).
Avianca gehört sicherlich nicht zu den besten Airlines, aber sie ist für Fluge nach Südamerika interessant, weil auch hier die Zuschläge sehr gering ausfallen. Etwa von Madrid nach Bogota bleibt man unter 50€.
3. Airlines mit geringen Gebühren sind:
Aegean Airlines: Leider nur in Europa vertreten - aber immerhin...
Copa: Leider nur in Mittelamerika vertreten - aber immerhin...
Ethiopian Airlines: geringe Zuschläge
Besonders interessant für Flüge nach Ost-/ Zentral-/ West-Afrika, Hier kommt man nicht nur für 35000 Meilen sehr weit - die weiteste Entfernung ab Europa überhaupt, nämlich Zanzibar! Man zahlt auch geringe Zuschläge fürs Prämienticket. In der Regel bleibt man unter 120€
EVA Airways: geringe Zuschläge
Eine der besten Airlines der Welt, und sie fliegt etwa von Amsterdam nach Taipei. Zu den 71000 Meilen werden hier verhältnismäßig geringe Gebühren AMS-TPE: 123€ (Juli 2023) fällig.
LOT: geringe Zuschläge
LOT fliegt eine ganze Reihe von Zielen in Nordamerika und Asien an. Die Gebühren etwa für die Strecke nach New York bleiben hier in der Regel bei 110€ für WAW-NYC ggü. knapp unter 400€ bei der Lufthansa Group etwa für FRA-NYC.
Vistara: geringe Zuschläge
Nach Indien gehört Vistara die Goldmedaille, wenn es um geringe Gebühren geht (FRA-DEL: ca. 110€ bei Vistara ggü. 315€ bei Lufthansa)
4. Avianca LifeMiles
Übrigens lohnt sich auch ein Blick auf das Meilen-Programm LifeMiles von Avianca, das uns mit zwei Besonderheiten beglückt:
Man kann Meilen bei LifeMiles kaufen, und das mehrmals im Jahr mit einem hohen Rabatt von zuletzt bis zu 160%, statt z. B. 100000 LifeMiles bekommt man in diesem Fall dann 260000 LifeMiles. Das Warten auf die nächste Aktion lohnt sich also.
Avianca gibt grundsätzlich keine Gebühren an den Kunden weiter. Das heißt, selbst wenn man damit Lufthansa bucht, zahlt man nur sehr geringe Steuern und das war's. Die Verfügbarkeiten sind unterschiedlich gut. Aber man kann durchaus regelmäßig gute Flüge mit Lufthansa, United, Turkish Airlines, ANA etc finden.
Fazit
Es gibt durchaus Möglichkeiten bei Miles and More, nicht plötzlich mit 800€ für Steuern und Gebühren auf einen Return-Prämienflug zur Kasse gebeten zu werden. Man muss aber ein wenig die Augen offen halten, zeitlich flexibel sein und auch evtl eine Umsteigeverbindung in Kauf nehmen - was durchaus auch schön sein kann. Ich selber ziehe Umsteigen immer vor, und dann sogar mit extra Zeit, um noch etwas zusätzlich zu sehen, wenn es zeitlich nur irgend möglich ist und der Umsteigeort interessant sein könnte.







